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 ...und ich lass mich ködern! Erste Eindrücke über Niccolos Aufstieg!

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Ellen
Gast



BeitragThema: ...und ich lass mich ködern! Erste Eindrücke über Niccolos Aufstieg!   Mi 16 Apr 2008, 20:43

Hi Mädels - Bine - Elke!

Also. 200 Seiten hab ich jetzt geschafft vom guten Niccolo, wer oder was auch immer ein Niccolo sein mag. Nein, nichts verraten, ich will es gar nicht wissen, es wird sich mir sicher noch offenbaren. Vielleicht hab ich es auch überlesen? Untergegangen mit meinen Schlafattacken, die mich beim Lesen überfallen? Nein, keine Angst, das ist nicht, weil mir das Buch nicht gefällt, sondern weil es einfach höchste Konzentration erfordert, die ich nächtens nicht immer aufbringen kann. Ich hab heute Morgen mal gelesen, das ist wesentlich besser gelaufen.

Jetzt aber zum Buch. Ich lese es irgendwie mit angehaltenem Atem. Weil so viel auf einmal passiert, innerhalb eines Gedankengangs schwenkt DD zu anderen Personen, zu anderen Perspektiven. Das heißt: man muss wirklich jedes Wort lesen und verstehen (Als ob man das nicht immer sollte...). Noch kann ich nicht sagen, ob ich Figuren mag oder nicht. Wirklich kennen lernt man eigentlich nur Marian de Charrety (schreibt die sich so?), den Doktor XXXX (Sh*t, wie heißt der wieder?), Julian und Claes. Wobei dieser, wohl doch die Hauptperson, sowas von dämlich und naiv dargestellt wird, daß ich damit irgendwie nicht klar komme. Er begibt sich absichtlich und willentlich in Schwierigkeiten, mal ehrlich, wie doof kann man denn sein? Sorry, aber ich empfinde das so.

DD streut oft Namen ein, die noch gar nicht erwähnt waren (oder ich hab sie mal wieder überlesen...), das ist gar nicht so einfach. Was mir ganz eindeutig an diesem Buch fehlt, ist das Volk. Es scheint nur Adlige zu geben, die sich gegenseitig betrügen und miteinander handeln. Diese Färberwerkstätten, wie sehen die aus? Wer arbeitet dort? Wie? Das wurde bisher nur mal angerissen. Für mich macht ein historischer Roman gerade dieses Flair aus, wie es DG oder RG so perfekt beherrschen. Irgendwie sollte man ein Stück aus z.B. Das Parfüm in diese Handlung verpflanzen.

Glaubt ihr mir jetzt noch, daß ich trotzdem mit Spannung weiterlese? Ich muss doch wissen, wie Claes mit Astorre nach Italien kommt, ob er mit Katelina von Borselen zusammenkommt, wie diese wiederum sich den Schotten Simon von Kilmirren vom Hals hält und wie dessen französischer (???) Vater (uff, Name entfallen... Moment, so ähnlich wie der Spieler von Bayern [Vorsicht Eselsbrücke] Franck Ribery... Riberac?) de Riberac sich in das ganze Bild fügt.

So, jetzt hab ich alle, die das Buch noch nicht in der Hand hatten, wohl komplett verwirrt. Macht aber nix. Dieses Schicksal teilt ihr mit mir... Und ihr Insider, lasst mal wissen, was ihr von meiner zwiegeteilten Meinung über "Das Haus Niccolo" haltet.

Liebe Grüße, Ellen.
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Biine



Anzahl der Beiträge : 26
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BeitragThema: Und auch hier nochmal die Antwort ;-)   Mi 16 Apr 2008, 22:40

Liebe Ellen,

ich finde es so toll, dass du dem Buch eine Chance gibst, obwohl du lesetechnisch eher reif für ein Pixi-Buch wärst! Allerdings erklärt das auch warum du mit den ganzen Figuren nicht klarkommst. Gablé bietet ja auch nicht eben wenig Charaktere.

Dunnett macht es noch schwieriger. Sie gibt keine langen Beschreibungen ab vorweg. Man lernt die Personen alle nach und nach kennen, als würde man ihnen selber begegnen und erhält dadurch keine Liste ihrer Vorzüge und Schattenseiten. Sie überläßt es einem selber herauszufinden wie diese Menschen ticken.

Daher erlebt man auch immer wieder mal Überraschungen und stellt fest, dass manche Figuren im Verborgenen Drähte ziehen. Man hätte es auch merken können, sie streut genügend Hinweise aus, doch ist man meist so damit beschäftigt den gerade aktuellen Handlungsstrang zu verfolgen, dass solche Schachzüge erst im nachhinein offenbar werden. Dafür klatscht man sich dann ans Hirn und sagt: "Na klar, das war´s!!!"

Ich kann natürlich nicht mehr genau nachvollziehen wie schwierig es ist sich die Personen zu merken. Für mich gehören sie mittlerweile "zur Familie", aber offensichtlich hast du die wichtigsten ohnehin raussortiert! *002

Wer "Niccolo" ist? Da mußte ich ein bißchen schmunzeln, aber du willst es ja nicht gesagt bekommen *ggggg* - du findest es noch raus. Noch bist du ja nicht mit Astorre unterwegs. Das wird gut!
Kapitel 14 - in Mailand - bekommst du eine Antwort auf diese Frage.

Freut mich das du den Arzt magst - Tobias de Beneventini. Ich liebe ihn! Es ist eine der feinsten Figuren in diesem ganzen Spiel.

Riberac ist ein Parade-Schwein! Wunderbar gemein.

Erst jetzt als du erwähnt hast, dass das "Lokalkolorit" fehlt, ist es mir aufgefallen. Ich habe das Buch in den ersten 200 Seiten durchgeblättert und festgestellt, dass wenig Beschreibungen der Umgebung gegeben werden.
Ich weiß nicht warum ich stets ein genaues Bild vor Augen hatte, wie es aussieht. Vermutlich kommt das erst später. Mir kam es immer vor, als würde sie mit Worten Gemälde malen. Es muß wirklich erst noch kommen... Elke, du weißt vielleicht was ich meine.

Im Allgemeinen konzentriert sie sich aber stark auf die Menschen, auf ihre Handlungen, Beweggründe (die man selber herausfinden muß...) und das macht die Geschichte so zeitlos. Weil Menschen sich nicht grundlegend geändert haben in den letzten 600 Jahren. Und Händler und Soldaten schon gleich gar nicht.

Wenn ich mir etwas wünschen darf... Bleib dran und erzähl mir wie du Mailand empfunden hast.

Und die Episode beim Überqueren der Alpen.

Man lernt Claes da von einer neuen Seite kennen. Er beginnt sich zu verändern und vielleicht - vielleicht - magst du ihn dann mehr.

Ich denke er verhält sich so naiv, weil er damit zu dem Zeitpunkt am besten durchs Leben kommt. Er kann aber auch anders sein. Denk an die Gespräche mit Mariann de Charetty. Er berät sie. Würde sie einem tumben Toren vertrauen? Beobachte ihn gut.

Liebe Grüße, Bine
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