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 Warum Dunnett-, warum nicht Dunnett...

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cerisaye



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BeitragThema: Warum Dunnett-, warum nicht Dunnett...   Do 13 Dez 2007, 18:12

Hallo Bine und Elke,

ich hab nochmals über die verschiedenen Gründe der (Non-)Dunnett Sucht nachgedacht,
Bine hatte ja schon eine Voraussetzung dafür genannt, dass es *schnackelt*, den literarischen Kanon, den man u.a. haben sollte.
Und genannt wurden ja auch Spaß an Rätseln und am Kombinieren.

Zudem waren ja noch Ausdauer und Hartnäckigkeit im Rennen;-)

Ich möchte noch etwas hinzufügen, das mir beim Lesen der Posts in Grisels ReadingGroup auf der Büchereule wieder auffiel.
Oftmals sagen die Neulinge sie verstünden nicht, was vorgeht, oder könnten einer Situation nicht folgen,. genannt wurde da u.a. die erste Szene in Niccolò Rising, (Stichwort Badewanne).

Ich würde es mit visualisieren oder *situatives* Denken beschreiben. Dunnett verlangt von den Lesern eine Art dramatischen Vorstellungsvermögens, d.h. es wird nicht in allen Einzelheiten geschildert was passiert, vieles bleibt dem Leser überlassen, - ich kenne das u.a. aus der Dramatik der Frühen Neuzeit, die ja vollständig ohne Regieanweisungen auskommt. Shakespearedramen sind also nur der reine Sprechtext, und alles was die Personen tun, muß man sich eben anhand des gesprochenen (oder nicht gesprochenen ) Wortes vorstellen.

Ich glaube, das macht für mich eine der Qualitäten Dunnetts aus, diese dramatische Komponente, die erfordert, die Situation zu visualisieren. Nun kann aber diee Qualität auch genau der Hinderungsgrund sein, warum es bei viel n halt genau nicht *schnackelt*. Dieses spezielle Vorstellungsvermögen haben Theaterleute, und damit meine ich nicht nur Schauspieler und Umfeld, sondern eben auch begeisterte Theater-Zuschauer.

Oder was meint Ihr? Bin ich aufm Holzweg?
Gruß M.
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Elkie



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BeitragThema: Re: Warum Dunnett-, warum nicht Dunnett...   Do 13 Dez 2007, 23:33

Hallo Martine,

da muss ich jetzt mal ne Nacht drüber schlafen (bin gerade erst nach Hause gekommen). Ich kenne ja die Badewanne nicht :-), aber meine wird mich gleich noch kennenlernen :-)

Bis später!
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Biine



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BeitragThema: Interessanter Ansatz   Sa 15 Dez 2007, 01:23

Ich kann von mir nicht behaupten ein regelmäßiger Theaterbesucher zu sein, obwohl ich es sehr gern mag. Insofern kann ich die Theorie nicht 100% unterstützen. Aber in einem magst Du Recht haben - Leute, die sich das Geschehen bildhaft vorstellen können, bei denen parallel zum Lesen ein Film vor Augen abläuft, tun sich mit Dunnett vermutlich leichter.
Wobei ich, ehrlich gesagt, bisher nie in Betracht gezogen habe, dass andere Menschen auf eine andere Weise lesen! Für mich ist Lesen gleichbedeutend mit Bilder im Kopf entstehen lassen. Ich habe die Szenerie stets im Kopf und zwar in Technicolor und 3-D...

Bei Dunnett mußte ich aber den Text teilweise öfters lesen, um die Details auch wirklich alle plastisch umsetzen zu können! Es gibt Szenen, die beim ersten Lesen unvollständig waren - unter anderem auch erwähnte Badewannenszene. Erst beim Re-read ist mir so manches aufgefallen, das mir zuvor entgangen war.

Ich dachte bisher übrigens, dass Leute, die eine Affinität zu Kunst und Malerei haben sich mit DD leichter tun. Sie schreibt so, wie andere malen würden: in mehreren Schichten, voller Licht und Schatten, nuanciert und voller Details, die man erst nach und nach entdeckt.
Ich nahm an, dass sie diese Methode des Schreibens aus ihrer Erfahrung als Malerin mitgebracht hat.

Grüße, Bine
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Elkie



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BeitragThema: Re: Warum Dunnett-, warum nicht Dunnett...   Di 18 Dez 2007, 19:29

Ihr Lieben :-)

Ich bin seit ein paar Tagen in unerwarteten Stress geraten und hab den Kopf voller doofer Sachen :-) Aber ab übermorgen mittag hat sich das erledigt :-)

Mir geht es wie Bine, ich habe auch zu jedem Buch meinen eigenen Film im Kopf :-) Was mir wirklich am Herzen liegt, das möchte ich auf gar keinen Fall auf der Leinwand sehen! Ausnahmen sind löblicherweise Herr der Ringe und Harry Potter. Aber die liegen mir jetzt nicht sooo am Herzen :-)

Bei den Lymonds hab ich das Problem, dass mir schon beim ersten Buch Errol Flynn in den Kopf kam. Dummerweise spukt Lymond jetzt als Errol in meinem Kopf herum :-) Aber als Errol-Fan kann ich damit leben :-) Ich kann mir jetzt (kenne ja die Badewanne noch nicht) gar nicht vorstellen, dass man die Handlung nicht visualisieren kann! Bei den Dialogen hatte des Öfteren auch schlimme Probleme, man muss m. E. bei Dunnett auch den Mut haben, einfach mal weiter zu lesen. DAS ist ein großes Problem; hätte ich im Urlaub mehr Lesestoff dabei gehabt, ich hätte mich garantiert nicht mit der weiterführenden Lektüre beschäftigt! Dafür war dann das AHA-Erlebnis am Ende von GoK phänomenal :-) Und letztendlich muss man auch seine Seele für den Helden öffnen. Und Lymond macht uns das ja anfangs nicht gerade leicht :-) Bine hat in unserem ersten Geschreibsel gesagt, dass sie Lymond sogar in DK noch nicht wirklich getraut hat. Das war bei mir völlig anders :-) Lymond war für mich hellseherisch unfehlbar :-) Daran hatte ich dann auch in PiF ordentlich zu knacken.

Ich muss zugeben, momentan wüsste ich niemanden, dem ich die Bücher ans Herz legen möchte. Ich muss mal in mich gehen und die Gründe erfassen ...

Ich bin mal gespannt, wir haben in Bienes forum noch jemanden geködert. Silvia hat auch schon das Königsspiel gelesen; es hat sie aber jetzt nciht sooo vom Hocker gehauen. Mal sehen, ob das nächste buch mehr schafft :-)
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Elkie



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BeitragThema: Re: Warum Dunnett-, warum nicht Dunnett...   Di 18 Dez 2007, 20:09

Da fällt mir gerade noche ein ... welche Erwartungen hat man an die Bücher? Ich hatte keine Ahnung, was da auf mich zu kommt. Historischer Roman - Schottland. Das waren meine Stichwörter. Eine gewisse Affinität zu Schottland kann bestimmt nicht schaden :-) Zudem konnte ich mir natürlich bildhaft vorstellen, wie die Szenerie aussehen sollte. Aber das wiederum spielt ja keine große Rolle für die Niccolos, oder? hmmmm ....
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cerisaye



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BeitragThema: bis wann es geschnackelt haben muß ...   Mi 19 Dez 2007, 12:42

Für Lymond gibt es eien Punkt bis wann esgeschnackelt haben muß. Bis Don Luis nämlich, wenn es da nicht *klick* macht, macht es nie mehr *klick*.

Ubrigens ich hatte auch schon welche, die haben schon bei der Szene als Midculter angesteckt wurde aufgehört. So was wollten die nicht lesen;-)

Deswegen bei Konvertiten stetes Nachhaken und Lies!Weiter! bis Don Luis, sonst geben die verfrüht auf.

grinZZ
M.
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Elkie



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BeitragThema: Bahnhof   So 09 März 2008, 15:14

:-) ich erinnere mich, dass ich bis zum ersten Auftritt von Will Scott nur Bahnhof verstanden habe. Will war der erste im buch, der genau so fremd in der Handlung war, wie ich und dann auch noch ein junger, symphatischer Kerl :-) Man schlüpft irgendwie in ihn und nimmt an dem ersten Abenteuer eher aus seiner Sicht teil. Aber Du hast natürlich Recht, wer bis don Luis kommt, der hat gewonnen ... :-)
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