Lymond Chronicles

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Elke
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BeitragThema: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:13

und sorry, wenn was doppelt ist!

Kein Name für ein Scheusal - Doppeldeutigkeiten bei Dunnett

von bine*g am 14 Sep. 2007 12:11

Kein Name für ein Moster. Das stimmt absolut! Gabriel ist an und für sich einer meiner Lieblingsnamen, bisher jedenfalls in der Literatur.

Ich hatte sowohl diese Verbindung zum biblischen Erzengel Gabriel im Hinterkopf, als auch meine Vorliebe für den Namen und konnte mich daher auch nur schlecht damit anfreunden, dass Mallett so eine verderbte Figur ist.

Danke allerdings für die Lieferung der umfassenden Details in Sachen Erzengel Gabriel. Soviel hatte ich dann doch nicht gewußt und das hat sogar jetzt, lange im Nachhinein, das Gelesene noch pikanter gemacht und die Figur noch viel reizvoller.

Das schätze ich so an Dunnett - es gibt nicht nur die plakative, offensichtliche Ebene der Geschichte, sondern immer wieder Metaphern und Gleichnisse und Anlehnungen aus allen möglichen Bereichen, sei es Literatur, Legende, Kulturgeschichte oder Religion.

Diese aufzuspüren macht das Lesen zum absoluten Genuß.

So geschehen auch mit "Pawn..."
Das spielt einerseits wieder mit der Grundidee des Schachspiels, das der Reihe zugrunde liegt - und bietet wiederum die Dopeldeutigkeit des Begriffes, weil Pawn auch wieder Pfand heißt und das im Laufe des Romans klar wird, wieso.

Das Thema des Schachspiels tritt in "Pif" auch am deutlichsten zu Tage - gegen Ende des Buches wortwörtlich. Das ist wirklich ein Meisterwerk, wie sie diese Szene da hineingeschrieben hat und eine der schlimmsten Stunden der Weltliteratur, finde ich!

Die beiden "Nonnen" im Bad waren gefärbt!? Da muß ich etwas überlesen haben, das ist mir nicht aufgefallen. Was genau steht da und wo, hilf mir doch mal bitte auf die Sprünge!

Liest Du jetzt den englischen Text, oder? Die letzten drei Bände sind ja nicht übersetzt.

La Dame de Doubtance hat ja auch einen genialen Namen! Doubtance - der Zustand des Zweifels, der Unsicherheit - und das bei einer Wahrsagerin, Astrologin.

Ein interessanter Widerspruch, nicht wahr?

Die Frage ist - liegt auch in dem Namen "Marthe" ein Code versteckt?

Zitat Wikipedia:"Im Lukasevangelium (ist von Martha von Bethanien, die Schwester der Maria, die Rede, als Vertreterin der vita activa.

Nach dem Johannesevangelium war sie die Schwester des Lazarus und bezeugte die Auferstehung ihres Bruders.

Nach einer Legende verließ sie Palästina nach dem Tode Jesu ca. 48, und zog in die Provence mit ihrer Schwester Maria (möglich: Maria Magdalena) und ihrem Bruder Lazarus. Martha ließ sich zunächst in Avignon (heute Frankreich) nieder, worauf sie nach Tarascon zog, wo ein Drache das Volk bedrohte. Martha bezwang den Drachen und starb wahrscheinlich in Tarascon, wo sie auch begraben wurde.

Martha ist ein hebräischer Name und bedeutet "die Herrin, die Gebieterin"

Guck Dir mal folgende Seite an - ich finde sie sehr interessant und bietet einige Denkanstöße:
die biblische Martha

Soviel zum möglichen Hintergrund - behalt den im Sinn, wenn Du mit dem Buch fertig bist, da gibt es durchaus Parallelen!

Wer Martha ist, das wird später noch geklärt. Sie läßt einen, wie auch mit Mallett, lange im Zweifel, aber gibt durchaus immer wieder Hinweise, bis sich die Vermutungen zu einer Gewissheit verstärken.
Schon alleine die Art und Weise, wie sie Martha beschreibt, lassen einen erahnen, wohin die Sache führt.

Und die Konfrontationen zwischen Martha und Lymond sind Leckerbissen.

Ich bin gespannt, was Du zu Philippa in diesem Band sagst! Hier wird nicht nur Lymond eine Lektion lernen.

Sag Bescheid, wenn Du Oonagh gefunden hast. Das hat mich sehr beschäftigt!

Liebe Grüße, Bine
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:14

RE: Kein Name für ein Scheusal - Doppeldeutigkeiten bei Dunnett

von *Elkie* am 14 Sep. 2007 16:36

Gerade hab ich Oonagh gefunden. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, das ist ja wie aus einem Horrorfilm!!!! (ich gucke generell keine Horrorfilme, heute Nacht träume ich bestimmt davon ...) Mir war ja irgendwie klar, dass Oonagh das nicht überlebt und hatte mich schon ein bisschen gefreut, dass sie jetzt doch dort saß ....

Und das nach dieser rührenden Szene zwischen Lymond und Jerrott, wo Lymond ihn um Hilfe bittet.

Das mit Marthe klingt gut, werde ich mir gleich mal näher zu Gemüte führen!

Für Pif gibt es ja auch noch die Übersetzungsalternative "Pfand in Terpentin" ... sagt zumindest Babylon. Bei Leo und in anderen Wörterbüchern habe ich allerdings nur Weihrauch gefunden.

DasSchachspiel wurde in allen möglichen Rezensionen erwähnt; ich weiß, was da kommt, kenne aber nicht die Ausmaße. Aber Deine Worte lassen mich fürchterliches ahnen, besonders mit Oonaghs Schicksal im Hinterkopf.

Das mit den Nonnen steht auf Seite 7 ganz unten. Zitwitz erklärt Philippa: "Under the robes, I must in all fairness inform you, both the young lady and the older one were painted." Und auf Philippas Nachfrage, wie Lymond das herausgefunden hat : " "I gather", ..., "that their toenails were orange." Philippa weiß anscheinend, was das bedeutet, sie fragt jedenfalls nicht weiter nach.

Ich bin jetzt schon kaum in der Lage, das Buch zur Seite zu legen; dabei hab ich sooo viel zu tun!

Und ich werde Dich, wenn ich darf :-), weiter belästigen :-)

Liebe Grüße
Elke
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:14

RE: Kein Name für ein Scheusal - Doppeldeutigkeiten bei Dunnett

von bine*g am 16 Sep. 2007 13:16

Oonaghs Schicksal hat mich schrecklich schockiert. Ich hatte so gehofft, dass es eine Möglichkeit gibt sie zu retten!

Mir hat es den Magen umgedreht bei der Vorstellung, was Lymond zu sehen bekommen hat! Ich vertrage keine Horrorfilme - sowas seh ich mir nie an, aber gegen das Grauen, das allein im Kopf entsteht, kann man nichts unternehmen!
Ich habe mich immer gefragt, was Menschen bewiegt so unvorstellbar grausam zu sein. Das ist mir völlig unbegreiflich. Ich habe wirklich sehr lange gebraucht, um diese Bilder aus dem Gedächnis zu verbannen.
Mir hat Lymond unendlich leid getan, dass es ihm nicht gelungen ist, ihr zu helfen, ihrer habhaft zu werden und mit diesem Ende konfrontiert zu werden.

Im übrigen hatten die beiden "Nonnen" im Bad sich genau über diese schreckliche türkische Foltermethode unterhalten! Erinnerst Du Dich?

Was das "angemalt sein" betrifft, meine ich mich zu erinnern irgendwo gelesen zu haben, dass die Damen vom horizontalen Gewerbe sich in früheren Zeiten auch "unten herum" angemalt haben. Muß wohl besonders erotisch gewesen sein . Die Passage habe ich allerdings wirklich überlesen!

Über "Pfand in Terpentin" mußte ich lachen! So schön absurd.

Du darfst mich jederzeit weiter "belästigen" mit Deinen Eindrücken und Kommentaren und Deiner Meinung. Ich warte ja nur drauf! Was meinst Du, wie gespannt ich jedes Mal bin, wenn ich mich an den PC setze, ob Du weitergelesen hast und was Du dazu zu sagen hast!!! Ich kann es ja kaum erwarten!

Ich muß jetzt im übrigen auch wieder zurück ins "wahre Leben" und das Mittagessen zubereiten! Meine Family liegt in den letzten Zügen kurz vor´m Verhungern, während ich hier schwelge...

Liebe Grüße, Bine
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:14

RE: Kein Name für ein Scheusal - Doppeldeutigkeiten bei Dunnett

von *Elkie* am 16 Sep. 2007 16:53

Oh, das mit den Nonnen hab ich dann wiederum überlesen; d. h. ich habe "flayed" nicht nachgeschaut und da "häuten" bisher keinen Platz in meinem Wortschatz hatte, hab ich das auch gar nicht verstanden :-)

Etwas erleichtert bin ich dann doch, dass Oonagh wenigstens selbst ihrem Leben ein Ende gemacht hat. Eine wirklich tragische Persönlichkeit. Ich hab ihr lange Zeit nicht über den Weg getraut, aber ich hätte mir auch so sehr gewünscht, dass Lymond sie findet, und zwar lebendig ...



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Mir hat Lymond unendlich leid getan, dass es ihm nicht gelungen ist, ihr zu helfen, ihrer habhaft zu werden und mit diesem Ende konfrontiert zu werden.
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Ich habe den Eindruck, dass seine Erschütterung von Buch zu Buch, von Opfer zu Opfer, sich sozusagen fast potenziert. Bei Christian war er noch ziemlich beherrscht, Bei Robin Stewart war schon eine ziemliche Erschütterung zu merken, dann Will Scott und nun Oonagh ... "I have taken far too long as it is to face the consequences of my actions. You must nor unlearn me my lesson. I have several other tests, still more acid, to pass."

Harren wir der Dinge, die da noch kommen ... Dass ausgerechnet Marthe Lymond wieder in die Bahn bringt hat ein erhebliches Neugierpotential :-) Und wie Philippa die Reise nach Zykanthos einstielen wird, kann ich mir auch noch nicht vorstellen.

Also dann nichtw wie Weiterlesen:-)))
Elke
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:15

das hier gehört eigentlich an eine andere Stelle ...???

Bauer in Weihrauch

von *Elkie* am 13 Sep. 2007 19:21

Liebe Bine,

jetzt hab ich doch schon weitergelesen :-)

Und ich habe auch direkt eine Frage: die beiden "Nonnen", die in dem Bad ermordet werden (von wem? Klärt sich das noch auf?) waren gefärbt. Muss ich jetzt schon wissen, was das bedeutet oder klärt sich das noch auf? Das Mädchen bei Mme de Doubtance ist ja auch gefärbt. Macht man sowas vielleicht mit Haremsdamen??? Ich mein, Lymond hat sie daraufhin ja "enttarnt". Von Malett geschickt, um ihn nach Algier zu locken. Und Philippa schien auch zu wissen, was das bedeutet ....

Und ich hab schon eine Vermutung :-) Me. de Doubtance sagt Lymond, dass die beiden Söhne seines Vaters sich in diesem Leben nicht mehr treffen werden. Als Bilbo-und-Gollum-Rätsel-Fan bin ich sofort in Hab-Acht-Stellung gegangen: Lymond und Richard haben nicht den gleichen Vater???? Ist Marthe dann Lymonds Halb-Schwester???? Irgendjemand auf dem Schiff lässt da sowas von gemeinsamen Vorfahren fallen :-)))

"My pilgrim", said the Dame de Doubtance gently, "you have still three bitter lessons to learn." Ich bin mal gespannt; dieses Buch lehrt ihn dann wohl eine davon....

Wir haben gerade zwei Piratenschiffe versenkt (wow!!!) und sind jetzt gerade in Algier gelandet :-)

Ich geh jetzt in die Kasbah :-)

Bis später
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:17

Derwische und Jerott in der Falle

von *Elkie* am 18 Sep. 2007 15:42

Hallo Bine,

momentan bin ich etwas verwirrt. Es geht um diesen Derwisch und den offensichtlichen Weg in die Falle. Was hat Jerott sich dabei gedacht, er muss doch geahnt haben, dass das eine Falle ist! Und was hat denn Marthe damit zu tun? SIE war dch diejenige, die unbedingt diesen Derwisch sehen wollte ... Und jetzt ist sie mit Lymond unterwegs, Jerott wieder zu befreien (allerdings sehr witzig, das mit den "Entkleidungsanfällen" :-)
Momentan schaut es für mich so aus, als wäre Marthe einer der Gehilfen Gabriels. Hmmmm ...

Das fatale ist, das jetzt wahrscheinlich Kedi tot ist und damit die einzige, die den kleinen Khaireddin wirklich identifizieren könnte. Aber vielleicht hat sie den Raupenanschlag (das hab ich auch nicht so ganz verstanden) ja doch gemeinsam mit Jerott überlebt ...
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:17

also,

von *Elkie* am 18 Sep. 2007 16:30

Kedi hat nicht überlebt. Aber bei näherer Betrachtung hat das Kind ja auf den Namen reagiert
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:18

ömmmmm, Hilfe Bine!!!!

von *Elkie* am 18 Sep. 2007 17:39

Stichwort Aga Morat, ... hab ich das richtig verstanden, dass er Lymond für das Wohlergehen der anderen missbraucht hat?????

Ich glaub, mir ist grad schlecht ...
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:18

Darf ich Dir das Köpfchen halten??

von bine*g am 20 Sep. 2007 23:57

Ich muß gestehen, dass ich eher überrascht war, dass Lymond sich mit dem Aga Morat zum Wohle der anderen eingelassen hat.

Ich war mir bis dahin nicht sicher, ob das für ihn tatsächlich ein Opfer war.
Über seine Motive war ich sehr oft im Zweifel.
Mir ist mittlerweile klar geworden warum das so ist, weil ich durch Dich den Kontrast habe. Du bist quasi mein Referenzpunkt. Du liest Lymond zuerst.
Ich habe Niccolo zuerst gelesen. Und mit dieser "Vorbelastung" habe ich zuviel von Niccolo in der Beurteilung Lymonds zugelassen!

Ich schleppe beim Lesen Vorstellungen mit, die von "Niccolo" geprägt sind und kann das nie ganz abschütteln. So unterstelle ich immer wieder mal Lymond Handlungsweisen, die mehr Niccolo zuzutrauen wären...

Bine
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:18

RE: Darf ich Dir das Köpfchen halten??

von *Elkie* am 21 Sep. 2007 19:25

also ehrlich gesagt, liegt mir keine Annahme ferner als die, Lymond hätte homosexuelle Neigungen. Ok, ich hätte das auch nicht von Jerott gedacht - wenn das denn so wäre. So weit bin ich noch nicht :-)

Soll das heißen, dass das bei Niccolo anders ist?
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:19

Ich sage nichts, ohne meinen Anwalt *ggg*

von bine*g am 21 Sep. 2007 23:36

Nein, Du hast Recht! Ich habe die Stelle wiedergelesen und alles weist darauf hin, dass er damit tatsächlich ein Opfer bringt. Starker Tobak!

Ich denke, bei Nicco muß ich unbedingt nochmal die deutsche Ausgabe lesen, um mir da ganz sicher zu sein - er ist jemand, der im Gegensatz zu Lymond kein "fertiger Charakter" ist. Er erfindet und findet sich im Verlauf des Romanzyklus selber.

Liebe Grüße, Bine
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:19

mir geht nicht aus dem Kopf

von *Elkie* am 18 Sep. 2007 18:30

dass Lymond das alles so ertragen kann. Irgendwie muss doch eine Seele von all diesen leiden verletzt werden. Ich bin mal gespannt, wann DD uns mal richtig hinter die starke Fassade blicken lässt; nicht nur in den so rar gesäten Situationen wie mit Oonagh ...
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:19

Zakynthos

von *Elkie* am 19 Sep. 2007 07:11

Ach du je, Archie und Philippa sind aber sehr vertrauensselig!!! Wie kann Archie denn Philippa allein lassen???

DD hat es ja geschafft, dass man in allem und jedem erstmal eine Falle sieht. Auf Zakynthos ist mir das alles etwas zu glatt und zu schnell gegangen.

Ok, Mikal soll dann wohl der Erzengel Michael sein, Bezwinger des Teufels. Ich bin mal gespannt :-)
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Di 11 Dez 2007, 22:21

gehört weiter nach oben!!!

Der "Raupenanschlag"

von bine*g am 20 Sep. 2007 23:40

Dank Dir hatte ich zwei wunderbare Tage, bzw. Leseabende, da ich mir "PiF" wieder zur Brust genommen habe und ab dem Gespräch mit dem Bedouinen wieder angefangen habe es zu lesen.

Ich glaube gar nicht, dass so viele Personen Geschöpfe Gabriels sind. Der Bedouine jedenfalls nicht. Ich denke, er läßt bestimmte Personen absichtlich Spuren legen, um die Expedition in diese oder die andere Richtung zu führen.

Was die Falle in Mehedia betrifft, auf der Seidenfarm, so bin ich mir nicht sicher, ob sie so von Gabriel geplant war, oder ob der Syrier nicht eigenmächtig gehandelt hat.

Auf jeden Fall lief die Sache darauf hinaus, dass die langsam verbrennenden Seidenraupen Cyanwasserstoff, anders genannt auch, Blausäure als Gas freisetzten.

Interessanterweise riecht Blausäure wie Bittermandel, der Stoff, der auch in Marzipan zu finden ist! Ich erwähne das nur, weil ich gelesen habe, dass eine Fangruppe von DD sich Marzipan nennt und ich bis dato keine Ahnung hatte, wie es zu dem Namen kommt. Vermutlich liegt da irgendwo die Verbindung.

Auf jeden Fall, muß ich gerade ein bißchen ausschweifen, weil mir das die letzten zwei Tage das Leben versüßt hat.

DD´s Schreibstil ist einzigartig!
Sie schafft es mit Worten Bilder zu malen! Die Umgebung, die sie beschreibt, als Jerott sich auf die Suche nach den Seidenraupen macht - die Landschaft geprägt von Orangen- und Olivenbäumen, Weizenfeldern... Man möchte förmlich in die Seiten kriechen und dort sein.

Diese Gabe wirklich grandiose Dialoge zu schreiben! Ich liebe ihre Ausdrucksweise!
Einerseits Poesie pur, andererseits prickelnder Wortwitz und feine Ironie!

Ich weiß gar nicht, wie ich "Das Spiel der Könige" von Rebecca Gablé durchstehen konnte, denn es besitzt keine Spur solcher funkelnder Momente!
Wo Dunnett´s Werk eben dieser glitzernde Juwel ist, bleiben R.G.s Bücher hübsche Glassteine, die nie diese Brillianz erreichen.

Ich habe R.G. wirklich wahnsinnig gern gelesen, bis ich D.D. kennengelernt habe. Im direkten Vergleich verliert es leider kläglich.

Es gab geradezu Passagen, die mir zu lang geworden sind und mir ist aufgefallen, dass sie diesmal einen groben Schnitzer begangen hat - den Versuch einer Figur durch Adjektive zu mehr Glanz zu verhelfen, statt durch seine Worte und Taten.

Nachdem ich zum fünften Mal lesen mußte, dass der arme Henry oder Richmond "königlich" wirkten, konnte ich mir ein dezentes Augenrollen nicht mehr verkneifen.

Das kann ich in der Leserunde im Moment gar nicht aussprechen, weil ich niemandem die Freude am Lesen verderben will. Sie kennen Dunnett ja nicht...

Es gibt nur einen Kritikpunkt an Dunnett, den werde ich mit Dir aber erst erörtern, wenn Du alle Bände gelesen hast! Hat auch gar nichts mit der Serie zu tun. Da gibt es nichts, was man besser machen könnte. Davon irgendwann mehr.

Zurück zu "PiF". Die Episode in Mehedia mit einer Maskerade als Senor Maldonado und Donna Maria de Mascarenhas ist einfach GÖTTLICH! Ich hab mich wirklich auch beim zweiten Mal fast ausgeschüttet vor Lachen! Vor allem, weil sie sich inmitten dieses Zirkus noch gebenseitig verbale Hiebe versetzen! Sowohl Marthe und Lymond als auch später Marthe Jerrot gegenüber! Einfach ein Glanzstück.

So - jetzt hab ich dich zugeschwallt! Mir war danach... Mußte meiner Begeisterung ein bißchen Luft machen...

Liebe Grüße, Bine
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BeitragThema: Re: ebenfalls olle Kamellen   Mi 13 Jun 2012, 17:22

Bei diesem Buch hat mich zunächst - mein erstes "anspruchsvolles" Buch in englisch - amüsiert, wie stark hier ein Rythmus durchscheint. Ich habe zwar kaum etwas verstanden, aber es war immer klar, wann ein Augenzwinkern kommt.

Im Gegensatz dazu beginnt hier die bis zum Ende der Reihe währende Phase der Schläge in die Magengrube. Deutet sich beim ersten Band dieses bei der Beziehung Lymond/Richard im letzten Drittel schon an, folgt dann über zwei Bände eine relative Zurückhaltung. In Band 4 war ich jedenfalls dankbar, daß sich der "bloody little dictator" einschaltet, spätestens hier war ich endgültig Philippa zu Füßen liegend. Wobei ich sie als sperriges Kind/Teenager lieber mag, denn als junge Frau. Die Ecken und Kanten verschwinden.
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